Auch in diesem Schuljahr werden die Klassen wieder viele tolle Sachen erleben, zu denen hier Berichte und Fotos veröffentlicht werden. Bis dahin sind noch die Aktionen aus dem Vorjahr zu sehen. 


Besuch der Klassen 8a und 8bM im Therapiezentrum Sachsengrund-Diespeck

Im Fächerverbund Physik-Chemie-Biologie behandeln die achten Klassen das Thema Drogen. Seit Jahren besuchen wir in diesem Zusammenhang das Therapiezentrum für Alkoholabhängige der Arbeiterwohlfahrt in Diespeck. Aufgeteilt in zwei Gruppen besichtigten die beiden Klassen die Werkstatt, in der gerade Produkte der Firma Städtler verpackt und Holztiere produziert und bemalt wurden. Im Anschluss durften wir Erfahrungen mit der sogenannten Rauschbrille sammeln. Hier wird ein Promillegehalt von 1,3 vorgetäuscht und wir konnten erleben, dass Bälle fangen, Slalom laufen und SMS schreiben nur schwer möglich waren. Nach diesem Erlebnis besichtigten wir das Wohnhaus und kamen mit einigen Bewohnern ins Gespräch. Die Geschichten, Erfahrungen und der Leidensweg, den uns die Betroffenen so offen geschildert haben, hat uns sehr bewegt.
           

Hier einige Auszüge aus unseren Aufsätzen über den Besuch:

Sie warnten uns auch klar vor Alkohol, was ich aussagekräftiger finde als von Nichtalkoholikern!

Sehr interessant war zu hören,  wie der Körper kämpft um wieder Alkohol zu bekommen und sie dann schon morgens ein paar Bier brauchten um zu funktionieren.

Mich hat besonders berührt, dass einer der Bewohner schreckliche Kindheitserlebnisse hatte und deswegen abhängig wurde
      
Ich war erstaunt, dass die Bewohner freiwillig in dem Heim wohnen!

Ich war sehr überrascht, dass in so vielen Lebensmitteln Alkohol ist. Sogar in Brause!!!

Ich war sehr erstaunt, dass Frauen eine Alkoholsucht im Gegensatz zu Männern viel länger verheimlichen können. Sie kochen, putzen, kümmern sich um die Familie: sie funktionieren lange weiter!


Wir erleben Geschichte auf dem  Reichsparteitagsgelände

Am 30.05.2017 um 8.45 Uhr haben wir uns, die Klasse 8bM, am Bahnhof in Neustadt getroffen. Wir fuhren mit Zug und Straßenbahn zum Dokumentationszentrum in Nürnberg, wo wir als Erstes unsere Leiterin Julia kennenernten. Im Seminarraum erzählte uns Julia einige Details über Erwin, der während des Nationalsozialismus‘ in der Hitlerjugend war. Sie zeigte uns Bilder von den Aktionen, die die Jungs damals in der HJ mitmachten und wir konnten gut verstehen, dass die Jugendlichen gerne dabei waren. Die Aktivitäten, die die Mädchen im Bund Deutscher Mädels machten, fanden wir nicht so interessant. Anschließend sind wir zum Alten Bahnhof Dutzendteich gelaufen Dort kamen auch die meisten Besucher der Reichsparteitage an. Auf der ganzen Führung hat uns Julia immer wieder bei verschiedenen Stationen Aufgaben ausführen lassen. Danach sind wir zum Zeppelinfeld auf die Tribüne. Dort haben wir einiges über die Reden Hitlers erfahren und alte Fotos des Geländes mit dem Zustand von heute verglichen.  Nun sind wir am Dutzendteich entlang und sahen von dort schon die Kongresshalle. Unsere nächste Station war die Große Straße, die aus Granitplatten gebaut wurde. Auf dieser Straße sind wir, wie damals die Hitlerjugend, marschiert. Das war gar nicht so leicht, da man richtig präzise laufen musste. Eine Platte ist 1,20m mal 1,20m groß, genau so dass man zwei Schritte pro Platte zurücklegen kann.

Weiter ging es zum Silbersee. Julia hat uns erklärt, dass das Baden in diesem See lebensgefährlich wäre, da sich am Boden Schwefel angesammelt hat und immer wieder eine tödliche Blase aufsteigt. An der Stelle, wo sich heute der See befindet, hatte Hitler ein gigantisches Stadion geplant. In dieses hätten drei Fußballfelder hineingepasst. Hitler hatte außerdem vor, 64 Feuerschalen für olympisches Feuer auf den achtzig Meter hohen Wänden zu platzieren. Deren Größe haben wir mit einer Schnur dargestellt, die 18 Meter lang war. Diese hat einen Kreis von 6 Metern Durchmesser ergeben. Als Letztes besuchten wir die Kongresshalle, die von außen mit Granitplatten verkleidet ist und von innen aber aus einfachen Backsteinen erbaut wurde. Die Kongresshalle ist vierzig Meter hoch, sechzig sollten es werden. Der Bau stagnierte 1939, weil Hitler den Krieg begann. Außerdem sollte ein riesiges flaches Dach auf die Mauern kommen. Statiker meinen, dass das gar nicht funktioniert hätte. Im Innenhof der Kongresshalle ordneten wir noch verschiedene Bilder vor bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Am Ende freuten wir uns auf die Heimfahrt, da es sehr heiß war und wir dauernd in der Sonne unterwegs waren. Wir fanden den Tag sehr interessant, weil wir nochmal mehr als im Unterricht erfahren haben und Sachen im Original sehen konnten. Außerdem haben wir immer wieder gesehen, wie größenwahnsinnig Hitler war.


Melissa Amtmann und Niklas Lampe, Klasse 8bM  


 

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So lautete in den beiden 8. Klassen auch in diesem Jahr wieder das Motto, als in AWT die Praktika auf dem Programm standen. Dabei wurden die verschiedensten Berufe und Betriebe kennengelernt, von A wie ...

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... bis Z wie Zimmerei Heinlein